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Lahntallauf Marburg
  29.02.2020 •     Berichte


Helmut Schaake. Marburg. Seit nun mehr fast drei Jahrzehnten zählt der Lahntallauf mit seinen Strecken von 10 Kilometern bis zum 50-Kilometer-Ultramarathon nicht nur in Marburg und der Region, sondern über Hessen hinaus in Läuferkreisen zu den Frühjahreklassikern. So konnte der Ultra Sportclub Marburg mit seinen fast 100 ehrenamtlichen Helfern  im Ziel 836 Starter in den Ergebnislisten registrieren. Nachdem schon 812 Meldungen vorgelegen hatten, entschlossen sich am frühen Morgen auf Grund der bis dato guten Läuferbedingungen nochmals 200 Nachmelder für einen Start. So weit das Auge reichte zog sich der Läuferlindwurm nach dem gemeinsamen Start am Südbahnhof, wo auch der Zieleinlauf aufgebaut war, durch das Lahntal. Am Ende trugen sich auf  den fünf angebotene Rennen vom 10-Kilometer-Lauf, über den 21,1-Kilometer-Halbmarathon, den 30-Kilometer-Lauf, den 42,2- Kilometer-Marathon bis hin zur Königsdisziplin über 50 Kilometer 836 Teilnehmer in die Ergebnislisten ein. Der schnelle 10-Kilometer-Rundkurs ist nach IAAF Regeln vermessenen und Bestenlisten fähig. Er führt  durch das Lahntal auf den Radwegen in Richtung Gisselberg und wieder zurück. Dabei gab es viel Lob  für das bewährte Orgateam vom Ultra Sportclub Marburg mit Organisationsleiter Arne Pflüger und seinen fleißigen Helfern, die außerdem auf die Unterstützung der HLV Kampfrichterschar zurück greifen konnten. Knotenpunkt als Zentrale mit Anmeldung, Umkleiden, Duschen, Toiletten und Bewirtung  sowie die  Siegerehrung war die  große Sporthalle am Standort Georg-Gaßmann-Stadion.

10 Kilometer/272 Finisher

Vom Start weg schlug Tom Ring (Laufteam Kassel ) ein Höllentempo an und ließ auch bei 7 Kilometer keinen Zweifel an seinem überlegenen Sieg in 32:20 Minuten aufkommen . Aus der starken Verfolgergruppe dahinter setzte  Relin Mehrhoff (LG Eder) deutlich ab und freute sich als Zweiter über 33:49 Minuten. Mit deutlichem Abstand  kam Lorenz Rau (LG Fulda/34:28min) auf Platz drei. Erneut hessische Spitzenklasse waren bei den Frauen angetreten. Eine Dreiergruppe im Gesamtfeld auf Platz 11 ,12 und 13 sorgte  für Spannung pur bis kurz vor dem Zielkanal. Am Ende zeigte die Buchenauerin Lena Ritzel (VfL Marburg), im letzten  Jahr noch Dritte, auf den letzten 200 Metern  das beste Spurtvermögen. Umringt vom 9. Tobias Schulz (FV Wallau) 37:06 Minuten und Jakob Möller (VfL Marburg) 37: 09 Minuten  siegte sie in 37:10 Minuten. Nur drei  Sekunden  dahinter  lief  Franziska Baist (SGK Bad Homburg) über die elektronische Zeitmessmatte. Den Bronzeplatz holte sich Julia Pieper (TV Waldstraße Wiesbaden) in 37:22 Minuten. Platz vier mit drei Minuten Rückstand ging an die schnellste Juniorin, die erst 17-jährigen Cora Blaue (LAC Erfurt) in 40:34 Minuten.

21,1 Km Halbmarathon/Finisher 269

Auf der Halbmarathonstrecke sah es bis 15 Kilometer nach einem Sieg von Matthias Berg (SC Steinatal) aus. Er hatte schon die Winterlaufserien und zuletzt den Wetter Winterbahnlauf gewonnen. Dann aber beschleunigte  der an zweiter Stelle liegende Marius Abelle (SSC Hanau-Rodenbach) auf den letzten 5 Kilometern und kam noch nach 1:12:00 Stunden zu einem überlegenen Favoritensieg.  Dahinter lief Matthias Berg in 1:13: 11 Stunden Bestzeit.   Achtungserfolge auf Platz 5 und 6 gab es für  den Marburger Eddie Casey als 1. der M35 in 1:21:38 Stunden und Necat Basak (FV Wallau) als 2. der M30 nach langer Wettkampfpause in 1:23.37 Stunden. Gerne kommt Frauensiegerin Svenja Gliem (TG Viktoria Augsburg) nach Marburg, wo sie an der Martin-Luther-Schule ihr Abitur baute. Sie lief  als Gesamt 32. nach 1:36:06 Stunden durch den Zielkanal. Platz 2. ging an Almuth Menn (TSG Helberhausen) 1.W45  in 1:39:31 Stunden.  Bronze ging an Sabine Seefried (TSV Cappel/Neurologische Klinik Würzburg) in 1:40:20 Stunden  gefolgt von Sarah Krause (Marburg) 2.W30/1:41:31 Stunden.

30 Kilometer/96 Finisher

Der 30-Kilometer-Lauf wird gerne als Vorbereitung auf dem Marathon benutzt wird. Auf dieser Strecke lief  Florian Neuschwander (Spiridon Frankfurt) 2016 mit 1:42:18 Stunden einen fantastischen Streckenrekord. In diesem Jahr  reichten Nils Bergmann (TV Waldstraße Wiesbaden) 1:59:42 Stunden zum Gesamtsieg. Auf Platz 5.im Zieleinlauf beendete Sabine Gundel (TSV Remsfeld) W45/2:21:04 Stunden als schnellste Frau das Rennen.

Marathon 42,195 Km/77 Finisher.

Nachdem der Dreifachsieger der letzten Jahre und Streckenrekordhalter  der Marburger Marian Bunte (Kölner Laufladen) mit 2:34:24 Stunden wegen Examensarbeiten nicht am Start war, blieben drei Marathonläufer unter der begehrten Drei-Stunden-Marke. Die schnellsten Beine hatte Robert Wilms (SG Wenden) in 2:51:08 Stunden gefolgt von M35 Sieger Rico Bechmann (Lauffeuer Fröttstädt) in 2:53:00 Stunden und Torben Bernhardt (ohne Angaben) dicht dahinter in 2:53:28 Stunden. Beachtliche war der fünfte Platz von Julia Jezek (Die Laufpartner) in 3:11:46 Stunden als Frauensiegerin mit Riesenvorsprung  vor Sylke Kuhn (LG Vellmar) 1.W45 in 3:36:30 Stunden.

50 Kilometer/893 Finisher

Auf der Königsdisziplin, den 50 Kilometern,  über fünf lange Runden siegte der 35-jährige Benedikt Hoffmann (TSG Heilbronn). Der 35-Jährige  ehemalige Deutsche Meister über 100 Kilometer war erwartungsgemäß  konkurrenzlos. Seine Marathondurchgangszeit von  etwa 2:35 Stunden deuten darauf hin, wie schnell es hätte werden können, wenn nicht  der immer stärker  werdende Wind sich als stärkster Gegner erwiesen hätte. Im Ziel zeigten die Uhr für ihn gute 2:58:08 Stunden.  Auf den zweiten Enrico Wiessner (Runners Berlin/3:30:00 Stunden musste  man 32 Minuten warten. Auf Platz 14 kam erwartungsgemäß Natascha Bischoff (LSG Karlsruhe) als schnellste Frau 4:04:54 Stunden ins Ziel.