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Hessische Hallenmeisterschaften
  20.01.2019 •     Berichte , Presse


Helmut Schaake. Frankfurt. Bei den hessischen Hallenmeisterschaften im Sportpark Kalbach holten die heimischen  Leichtathleten vier Titel, darunter Julia Merbach (TSV Kirchhain) mit einem Doppelsieg 800 und 1500 Meter. Gold gab es auch für Lena Ritzel (VfL Marburg) über 3000 Meter und die Kugelstoßerin Patrizia Römer (ESV Jahn Treysa).  Dazu kamen Silbermedaillen  durch Kilian Schreiner (ASC Breidenbach) über 3000 Meter und im Nachwuchsbereich durch Julia Sturm (TSV Eintracht Stadtallendorf) U18 im Dreisprung.

Besser konnte es für Mittelstrecklerin Julia Merbach bei ihrer Titelverteidigung nicht laufen.  Sie war zweimal am Start und konnte nach dem Titelgewinn am Samstag über 1500 Meter auch am Sonntag über 800 Meter im Spurt gewinnen. „Letztlich war der Lauf über 1500 Meter alleine gegen die Uhr, wo ich mit 5 Sekunden Vorsprung vor Clara Costadura (Spiridon Frankfurt/4:42,08min.) in Hallen DM Norm in 4:36,25 Minuten als Erste im Ziel war, am Ende schwerer als der Titelgewinn am Sonntag über 800 Meter. Hier brauchte ich nur hinterher zu laufen und am Ende auf den letzten 100 Metern zu spurten.“ So einfach wie das klingt war es für die 25-Jährige natürlich nicht. „Ich musste auf den letzten 100 Metern schon alle Register ziehen, um gegen die nach der Papierform stärker eingeschätzte Lara Tortell (TV Rendel) in 2:11,33 Minuten und gegen die der außer Konkurrenz mitlaufende Bianca Prckopwitz (TSV Mainz) 2:11,17min.) zu gewinnen, aber ich wusste, dass ich mich auf meinen Endspurt verlassen kann.  Jetzt habe ich die Qual der Wahl und muss entscheiden, ob ich in Leipzig bei den Deutschen die 800 oder die 1500 Meter Laufen werde.“ Auf dem Bronzerang wusste die Medizinstudentin Julia Altrup (VfL Marburg), die fast ein Jahr kein Hallenrennen bestritten hatte, nach 2:15,18 Minuten vielversprechend zu überzeugen.

Nach Leipzig zu den Deutschen Hallenmeisterschaften will auch Kilian Schreiner (ASC Breidenbach). Das Rennen über 3000 Meter, im dem er seinen Titel verteidigen wollte, verlief für Kilian Schreiner (ASC Breidenbach) nicht nach Wunsch.  Nachdem er fast 14 Runden von der Spitze weg die Führungsarbeit geleistet hatte und die gewünschte Ablösung an der Spitze nicht erfolgte, wurde er in der letzten Runden noch von Lukas Abele (SSC Hanau-Rodenbach), dem DM-Vierten des Vorjahres über 1.500 Meter, überspurtet. So sehr sich auch Kilian Schreiner um das Tempo bemühte, aber auf sich alleine gestellt war es ein ganz schweres Unterfangen, die DM-Norm von 8:20 Minuten zu unterbieten. Schreiner zog auf den letzten beiden Runden mit einer 30-Sekunden-Runde an noch einmal gewaltig das Tempo an. Als aber mit dem Glockenschlag für die letzte Runde Lukas Abele überfallartig mit einer 27 Sekunden Schlussrunde konterte und ihn überspurtete, war trotz schneller 8:20,47 Minuten nur noch der Vizetitel möglich. Vorne verbesserte Lukas Ablele seine Bestzeit um sensationelle 22 Sekunden auf 8:16,59 Minuten. Schreiners Vereinskamerad Alexander Hirschhäuser lief auf Platz 8 mit 8:50,21 Minuten noch Hallenbestzeit.

Im 3000-Meter-Lauf der Frauen ergriff Lena Ritzel nach zwei Runden die Flucht an die Spitze und gab die Führung auch bis in Ziel nach 10:17,76 Minuten nicht mehr ab. Sie siegte deutlich mit 10 Sekunden Vorsprung vor Antonja Schermuly (LC Mengerskirchen). Im Ziel sagte sie: „ Zwar ich bin glücklich über den Sieg, aber die Zeit ist verbesserungsfähig, allerdings dann gegen Konkurrenz.“

Den Weitsprung gewann der Deutsche Juniorenmeister U23-  Gianluca Puglisi (Königsteiner LV) mit 7,49 Metern  ganz souverän vor Andreas Bechmann (LG Eintracht Frankfurt) mit 7,24 Metern. Der Stadtallendorfer Lennart Genz (Wiesbadener LV) fand nicht richtig in den Wettkampf und konnte erst mit den letzten beiden Versuchen von 6,99 und 6,98 Metern sein wahres Leistungsvermögen andeuten. Schon am Vortag belegte Lennart Genz im 60-Meter-Finale nach 7,02 Sekunden in einem ganz engen Fotofinis Platz vier. René Koknat (TSV Kirchhain) kam nach dem Vorlauf in 7,16 noch in den   Zwischenlauf mit 7,15 Sekunden. Sieger wurde Philip Hennemuth (SSC Bad Sooden-Allendorf) in 6,97 Sekunden. Bei den Frauen verpasste Lara Wachtel (TSV Kirchhain) als Vorlaufsiegerin in 8,01 Sekunden nach dem Zwischenlauf in 7,99 Sekunden als Siebte das Finale nur knapp. Am Samstag zeigte die Kirchhainerin Patrizia Römer  im neuen Trikot des ESV Jahn Treysa mit der 4 kg Kugel eine sehr konstante Serie. Ihr fünfter Versuch wurde mit 15:09 Metern gemessen wurde, und mit fast einem Meter Vorsprung vor  Lara Herdner (LG Eintracht Frankfurt/14,11m.) kam sie zum deutlichen Titelgewinn.

Wie schon beim Vorweihnachtskriterium übersprang Gordon Posch (LG OVAG Friedberg-Fauerbach) mit dem Stab exakt fünf Meter. Im Hochsprung der Männer überflog der Darmstädter Zehnkämpfer Dennis Hutterer 2,08 Meter. Bei der Jugend U18 stellte einmal mehr ihr Jenna Fee Feyerabend (TV Groß-Gerau) ihr  Mehrkampftalent unter Beweis. Im Hochsprung siegte sie mit 1,75 Meter (Hallen-PB), gewann auch das Kugelstoßen (13,61 m) und belegte Platz zwei über 60m-Hürden in  (8,75 sec). Das Kugelstoßen mit der schweren 7,28 kg Kugel gewann Thomas Schmitt (LG Reinhardswald) mit starken 17,55 Metern.

Nicht ganz die Form des letzten Jahres, wo sie mit 11,01 Metern gewann  und im Freien mit 11,23 Metern den Titel holte, hatte Julia Sturm (TSV Eintracht Stadtallendorf). Sie wurde in der U18 mit 10,79 Metern Vizemeisterin.

Bei den hessischen Winterwurfmeisterschaften der U 20/U16 in der Frankfurter Werferhalle überzeugte Emily Haak (TSV Eintracht Stadtallendorf) als 4. im Hammerwurf der W 14 mit 25,12 Metern. Siegerinn wurde Milena Arnold (TSV Wehrheim) mit 29,94 Metern.