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Nachtmarathon Marburg
  05.07.2019 •     Berichte , Presse


Helmut Schaake. Marburg. Die gefürchtete Sommerhitze mit Temperaturen jenseits der 30 ° C blieb bei der 22.Auflage des Marburger Nachtmarathons aus. Aber auch 26 ° C sind schweißtreibend und bedeuten ganz beinharte Arbeit. Der USC Marburg und sein großer 150-köpfiger Helferstab hatten wieder ganze Arbeit geleistet, um für die über 2250 vorangemeldeten Läuferinnen und Läufer und fast 2000 (1989) Finisher  optimale Bedingungen mit ausreichend Wasserstellen an der Strecke und im Ziel zu. So gab es am Schluss rundum zufriedene Gesichter. 

Jahr für Jahr beliebter und größer wird der Halbmarathonwettbewerb über 21,1 Kilometer, der viele Hobby- und Freizeitläufer, wenn man entsprechend dafür trainiert hat, eine realistische Herausforderung bedeutet. In diesem Jahr wurden im Ziel alleine 1168 Halbmarathonis registriert. Dazu finishten 137 auf der Marathondistanz. Noch größer war die Resonanz beim Staffellauf mit 171 Mannschaften und 684 Läuferinnen und Läufern. Hier konnten sich vier Personen die Marathondistanz teilen

 

Viele der Hobby- und Freizeitläufer freuten sich im Ziel und umarmten sich. Die einen bejubelten eine neue Bestzeit, die anderen waren glücklich, dass sie den persönlichen inneren Schweinehund besiegt hatten. Ganz vorne wurde natürlich um jede Sekunde und jeden Platz gekämpft.

Halbmarathon /Finisher 1168

 

Jeder , vom 1:13-Stunden-Sieger bis zum Letzten, der nach 4:53 Stunden das Ziel erreichte,  wurde gefeiert.

Schon kurz nach dem Start sah man den späteren Sieger David Schön (TSV Krofdorf-Gleiberg) zusammen mit den schnellsten Staffelläufern an der Spitze. Schon am Hirsefeldsteg bei 11 Kilometern hatte sich der 30-Jährige einen sicheren Vorsprung herausgelaufen, den er bis ins Ziel auf über 3 Minuten ausbaute. Er gewann überlegen nach  1:13,39 Stunden. Platz zwei ging an den M45 Sieger Dr. Markus Schraub, der mit 1:16:59 Stunden auf die Sekunden genau die gleiche Zeit wie im Vorjahr lief, wo er ebenfalls die M45 gewonnen und im Gesamtfeld Platz vier belegt hatte. Den Bronzerang sicherte sich  Lars Siegmund (SF Blau-Gelb Marburg), der direkt aus dem Polizeidienst heraus nach guten 1:18:75 Stunden M40 Sieger wurde.

Keine Unbekannte in der Region ist die Frauensiegerin  Anne-Katrin Müller (team-Naunheim.de),  die locker nach 1:26:30 Stunden von Stadionsprecher Artur Schmidt begrüßt wurde.  Dahinter kam mit Sarah Haustein (team Naunheim) in 1:30:31 Stunden die zweite Naunheimerin,  gefolgt von der Wiesbadenerin Antonia Mielert, die nach 1:30:25 Stunden über die Zielmatte lief . 

Marathon 42,195 Kilometer /137 Finisher

Die  klassische  Marathondistanz legten in diesem Jahr 3 Männer unter der magischen 3- Stunden-Grenze zurück. Marathonsammeler  Robert Wilms (SG Wenden) M30  siegte souverän in 2:45,29 Stunden und sagte mein Ziel. „ Es ist mein Ziel, 100 Mal die Marathondistanz unter drei Stunden zurück zu legen.“ Platz zwei ging drei Minuten später nach 2:48:35 Stunden an den vereinslosen Gabriel Lautenschläger aus Gießen. Auf dem Bronzerang wurde Stammgast Marco  Diehl in Marburg nach 2:57:36 Stunden als M50  Altersklassensieger von seinen  Sportkameraden des DVAG -Marathon-Teams, das mit über 100 Startern angetreten war, lautstark begrüßt. Bei den Frauen wurde Birgit Schönherr-Hölscher (PV Triathlon Witten) ihrer Favoritenrolle mehr als gerecht.  Als 17. im Gesamtfeld  gewann sie  in 3:22,39 Stunden. Die  51-jährige gelernte Sozial- und Heilpädagogin gilt seit Jahrzehnten als 100-Kilometer- und Triathlon Spezialistin. Sie war schließlich schon mehrfache Deutsche 100-Kilometer-Meisterin und  Europameisterin 2006. Im Ziel sagte sie: „ 3:10-3:25 Stunden kann ich jede Woche  laufen. Das ist mein Training im Wohlfühlmodus.“  Die Frage, ob sie noch viel in der Woche trainiert, verneint sie: „Dafür laufe  ich jedes   Wochenende einen Wettkampf.“ In diesem Jahr hat sie unter anderem  den Helgolandmarathon gewonnen und in Keverlar den Marathon in 3:11:11 Stunden gelaufen. Nun schrieb sie in Marburg ihre Erfolgsgeschichte weiter. Für internationales Flair sorgte An Hang W30 aus China als Zweite in 3:35:02 Stunden gefolgt von der Zweiten der W50 Doris Remshagen (TV Reffrath) in 3:41:11 Stunden. Schnellster Heimischer war auf Platz 12 Florian Gediga aus Wenkbach/Weimar in 3:16:05 Stunden    


 

 

Staffeln 171 im Ziel:

Mit 171 im Ziel wurden in Marburg so viele Staffeln wie noch nie gezählt.  Daran erkennt man die zunehmende Beliebtheit des gemeinsamen Wettkampfs. Innerhalb einer Mannschaft konnten sich  vier gleichgesinnte Freunde die Marathondistanz von 42,195 Kilometern  teilen. Vorne lagen die ganz starken Vereinsmannschaften,  dahinter die vielen Staffeln mit Phantasienamen, wo man erst beim Hinsehen erkennen konnte, wer sich dahinter eigentlich verbarg.  In Top Besetzung waren  die LG Eder, der VfL Marburg und die Laufelite der LG Fulda am Start. Die größte Zuschauerresonanz  gab es bei der Staffelübergabe hinter dem Hirsesteg, wo jeder lautstark angefeuert wurde. Hier schon hatte die  LG Eder mit Startläufer Jonas Simon einen Vorsprung gegen über der VfL Marburg –Laufgemeinschaft  mit Marc Feussner (ASC Breidenbach) herausgelaufen. Am Ende siegten die LG Eder mit Relin, Lukas Menke und Micha Thomas in 2:29:20 Stunden deutlich mit über drei Minuten vor den Marburgern in 2:32:44 Minuten.

Orgachef Eugen Leipner konnte einen Tag später über eine ganz harmonisch verlaufene Großveranstaltung berichten. .Es gibt auch von Seiten des Rettungsdienstes  und aus medizinischer Sicht von keinen besonderen Vorkommnissen zu berichten.