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Marathon-Debut Alexander Hirschhäuser
  25.10.2020 •     Berichte


Helmut Schaake. Marburg/Berlin. Zwar konnte der Berlin Marathon in diesem Jahr nicht stattfinden, doch  der LAC Olympia 1988  richtete in einem kleineren Rahmen mit begrenzter Teilnehmerzahl unter Einhaltung der Hygiene- und Schutzmaßnahmen Bestimmungen für „nur“ rund 30 Läufer  in Bernöwe/Oranienburg einen sogenannten "Invitations Run " über die Marathon-bzw. Halbmarathondistanz aus. Dieser wurde unter den Augen von Christoph Kopp, Laufmanager des Frankfurt und Berlin Marathons,  sowie unter Aufsicht des Renndirektors des Berlin Marathons Mark Milde durchgeführt.  Auf einer 5,25 Kilometer langen Wendepunktstrecke herrschten bei 10° C und kaum Wind optimale Bedingungen. So nutzte Alexander Hirschhäuser (ASC Breidenbach) die Gunst der Stunde. Dafür hatte er einen mit langen Anfahrtsweg und die Hotelkosten in Kauf genommen. Nach seinem gute Halbmarathon von Frankfurt wollte er seine exzellente Form zu einer Marathonpremiere nutzen.  Dass er aber die 42,195 Kilometer bis zum Ziel alleine gegen die Uhr absolvieren musste,  war dem 28-Jährigen Marburger Doktoranden, der von seinem Vater und Trainer Walter betreut wurde, vor dem Start nicht bewusst. Die erste Hälfte durcheilte er nach  knapp über 70 Minuten. Stark war, dass er sogar nach 30 Kilometern sein Tempo noch erhöhen konnte. Im Gespräch sagte Alexander Hirschhäuser: „ Bei Streckenhälfte hatte ich schon Bedenken, ich könnte die 2:20 Stunden Marke doch nicht unterbieten. Alle hatten mich gewarnt,  dass der Einbruch erst jenseits der 32-Kilometer-Marke kommt. Aber dieser blieb überraschend aus. Ich konnte meinen Laufrhythmus mit Kilometerabschnitten von 3:20 Minuten halten und sogar auf der zweiten Hälfte  noch steigern, was man an den 10-Kilometer- Zeiten sehen kann. Nach 32:46für den dritten Zehner konnte ich die letzten 10 Kilometer noch in 32:17 Minuten zurück legen. Dies führte letztendlich dazu, dass ich auch auf den letzten zwei Kilometer noch mal richtig beschleunigen konnte. Schließlich blieb die Uhr bei sensationellen 2:18:53 Stunden stehen.“ Platz zwei belegte Michaelek Niels (LG Nord Berlin/2:23:46 std.) gefolgt von Maik Wollherr (OFV Ostercappeln/2:25:25 std.) Bisher war nur Ulrich Wolf (TV Wetter) 1989 mit seinem noch gültigen heutigen Kreisrekord von 2:17:23 Stunden vor 31 Jahren in Berlin schneller. Mit seiner starken Zeit von Berlin setzte sich Hirschhäuser an die dritte Stelle der aktuellen Deutschen Marathonbestenliste. Angeführt wird sie von dem schon für Olympia qualifizierten Hendrik Pfeiffer (TV Wattenscheid – 2:10:18 std.) gefolgt vom deutschen Rekordhalter Arne Gabius (Bottwartal - 2:14:25std.).