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Belgien und Saarbrücken
  28.07.2019 •     Berichte , Presse


Helmut Schaake. Heusden/Belgien. Wer früher über 5000 Meter schnell laufen wollte, fuhr nach Koblenz. Heute ist die Reise ins Ausland schon fast ein Muss. Den am besten besetzten Wettkampf finden die Läuferinnen und Läufer in Heusden-Zolder/Belgien. Hierhin fährt die Deutsche Spitzenklasse schon seit Jahren, um beim Mondschein über 12,5 Runden richtig schnell um Olympia-, Weltmeisterschafts- oder Deutschen Meisterschaftsnormen zu laufen. Mitten drin im großen Laufgeschehen war der 26-jährige Kilian Schreiner (ASC Breidenbach/Gladenbach-Weidenhausen), der in dieser Saison schon die Kreisrekorde über 10 000 Meter und über 5000 Meter ganz erheblich verbessert hat. Dass er in Belgien mit seiner bisherigen Bestzeit von 14:13,25 Minuten erst im D-Lauf starten konnte, zeigt die Leistungsdichte. In fünf Zeitläufen ging bei diesem Abend-Meeting starke internationale Konkurrenz an den Start von den 130 Langstreckler bleiben in den Zeitläufen am Ende auch 43 unter 14 Minuten . Kilian Schreiner nutzte bei idealem Laufwetter mit  20 °C seine große Chance.  Er konnte sich sogar nach einer 3000-Meter-Zwischenzeit von 8:24 Minuten am Ende noch steigern und auf den letzten beiden Runden selbst die Spitze übernehmen. Schließlich siegte er in seinem Zeitlauf in 13:51,16 Minuten  vor dem Engländer Oliver Chignell 13:52,84 Minuten dicht gefolgt von Jamal Abdmaji (Israel) 13:54,98 und dem Niederländer Kalid Amin in 13.55,06 Minuten .Damit  pulverisierte er seinen eigenen Kreisrekord von 14:13,25 Minuten, aufgestellt bei der Karlsruher Laufnacht, um ganz bemerkenswerte 22 Sekunden und fährt als 11. in der aktuellen Deutschen Bestenliste nach Berlin zu den Deutschen Meisterschaften am 4 August und hat durchaus Chancen auf einen Platz unter den ersten Acht. 

Im A-Lauf erreichte der mehrfache Deutsche Meister Richard Ringer (LC Rehlingen) hinter Edward Cheserek (USA; 13:04,44 min) und Stanley Withaka Mburu (Kenia; 13:05,21 min) mit WM-Norm als Dritter in 13:14,43 Minuten die drittschnellste Zeit seiner Karriere. Ein Platz im A-Lauf erhielt auch Amanal Petros (TV Wattenscheid 01), der sich nach glänzender Renneinteilung sich als siebter mit einer neuen Bestzeit von 13:22,52 Minuten belohnte. Den B-Lauf gewann der Schwalmstädter Zahnarzt Florian Orth (LG Regensburg) als drittbester Deutscher in 13:34,16 Minuten.

 

 

Julia Merbach (TSV Kirchhain) startet bei den Deutschen Meisterschaften in Berlin über 800 Meter

Helmut Schaake. Saarbrücken . Gleich drei strahlende  Gesichter gab  es bei einem Wettkampf in Saarbrücken. Athletin, Trainer  und Pacemaker freuten sich. In letzter Minute schaffte Julia Merbach (TSV Kirchhain), die mehrfache Mittelstreckenhessenmeisterin, nach mehrfachen Versuchen, die hohe Hürde der Qualifikationsnorm über 800 Meter von 2:09,00 Minuten für die Deutschen Leichtathletik Meisterschaften in Berlin 3./4. August zu unterbieten.  Nachdem die DM-Normen nochmals nach unten gedrückt worden waren und nur noch 24 Teilnehmer zu den Titelkämpfen zugelassen wurden, musste sie schon persönliche Bestzeit laufen (vorher 2018/ 2:10,07 Minuten),  was ihr mit 2:08,35 Minuten in beindruckender Weise gelang. „Jetzt kann ich für Berlin buchen,“ freute sich Julia Merbach und dankte ihrem Vereinskameraden Oliver Hoffmann, der schon so oft für sie oder bei großen Marathonläufen wie Hannover oder Düsseldorf als Tempomacher fungierte hatte, für das vorzügliche Tempogefühl, im dritten Gemischten Zeitlauf als 2. Hinter Oliver Hoffmann 2:08,01 Minuten und schnellste Frau des Abends . Nach einer tollen ersten Runde in 63,5 Sekunden hieß es nur noch Augen zu und ins Ziel  kommen. Aber auch für Trainer Wilfried Eisenberg war das nach viel Verletzungspech im Frühjahr mit der  richtigen Saisonplanung eine Punktlandung. Nachdem sie  vor  zehn Tagen  in Trebur   2:10,76 Minuten gelaufen war, konnte sie sich jetzt  auf 2:08,35 Minuten steigern und hofft nun,  in Berlin die Bestzeit schon im Vorlauf bestätigen zu können.